Ich darf mich vorstellen...

Auf einem Auge blöd
Auf einem Auge blöd
Helfberend... Michael Helfberend. Angenehm. Wo fange ich an? In Berlin? Dort hat jedenfalls meine Geschichte begonnen. 1976. Rechnen dürft ihr jetzt selbst. Dort aus der Naumannstraße im mittlerweile beschaulichen Schöneberg wurde ich dann 79 weggezogen. Und zwar in eine hübsche kleine SAGA-Bau-Siedlung in Hamburg-Fuhlsbüttel. Euphorisch über die neue Wohnsituation und auch einfach, weil ich meinen Papa schon damals ganz doll lieb hatte, bin ich ihm, während er die Teppichkante mit einem Teppichmesser zurechtschnitt, mit der rechten Hand von hinten umarmend ins Messer gesprungen. Aua. Nein, tat glaube ich gar nicht weh. Aber der Schock war groß. Dann das Übliche. Grundschule Flughafenstraße. Nochmal Umzug -- diesmal in ein wirklich wunderschönes Haus in Altengamme -- schön ländlich. Aus mir sollte ein echtes Deichkind werden. Noch ein bisschen Grundschule, dann humanistisches Gymnasium (hier bekam ich dann auch meinen Spitznamen Helfi) bis zum Abkotzen. 5 Fünfen und eine Gnaden-Vierminus, Bilanz 9. Klasse. Danke. Schnell noch den Realschulabschluss und dann nix wie weg und eine Ausbildung zum Chemisch Technischen Assistenten an der G13 in Bergedorf-West mit Abi nebenher. Nach 15 Jahren Schule hatte ich offensichtlich immer noch nicht die Schnauze voll, meldete mich an der TUHH -- und, was soll ich sagen... wurde genommen. Nochmal fix 5 Semester in'n Sand gesetzt, bevor ich dann an der Uni Hamburg den 12- oder noch mehr Semester-Marathon (wer weiß das schon so genau) in Chemotechnik und Englisch für Berufliche Schulen antrat.
So. Und nun bin ich mit der weltbesten Gruppe an Examenskandidaten dabei, mir ein letztes Mal kräftig von den Profs und Dozenten, also den Prüfern, in den Allerwertesten *böseswortmitFiminfinitiv* zu lassen. Aber mit viel Bier (siehe Fotos in den Galerien hier) ist alles erträglich ;).
Nein, ganz ehrlich: Es ist manchmal wirklich mehr als ärgerlich, was einem alles im Examen zugemutet wird. Aber das heißt nicht, dass ihr diesen Text zu ernst nehmen solltet. Klingt möglicherweise resignierter, als er gemeint ist.

Euer Helfi